Deutsche Bürokratie…..

…..ist manchmal merkwürdig und entbehrt jeder Logik. |-|
Nur blöd, wenn ich davon betroffen bin.

Ich habe letzte Woche mit meinem Sohn seinen Bafögantrag ausgefüllt.
Bei der Frage nach der Adresse seines Vaters haben wir „Unbekannt verzogen“ eingetragen.
Heute kam ein Brief, das noch mehrere Angaben fehlen:
– Adresse seines Vaters 8|
– und sein Steuerbescheid von 2007 8|

Habe ich den Antrag in japanisch ausgefüllt?
Hätte ich ihn als verschollen melden müssen?
Gehen die einfach davon aus, ich bin Hellseherin und ich weiss seine Adresse nach 15 Jahren?
Denken die, ich hätte einen besonders guten Draht zum Einwohnermeldeamt in meiner Heimatstadt?
Oder zum dortigen Finanzamt?
Das ein einfacher, schneller Anruf genügt und die sagen mir spontan die Adresse (wenn er überhaupt noch dort wohnt) und schicken mir auch gleich freundlicherweise seinen Steuerbescheid von 2007 mit?

Ja ne, is´ klar….:roll:
Ich glaube, ich werde ein bissel unleidlich sein, wenn ich da am Montagnachmittag auftauche…..;D

Oder noch ein anderes „nettes“ Beispiel *ironie*

Ich wohne ja in einer Grossstadt mit mehreren Finanzämtern und bin letztes Jahr von einem Stadtteil in einen anderen gezogen.
Nun ist ein anderes Finanzamt für mich zuständig.
Da habe ich heute angerufen….

Ich: „Mahlzeit, mein Name ist XXX und ich habe mal eine Frage: Wenn ich eine Kopie meines Steuerbescheides von 2007 brauche, den ich nicht mehr habe und aber letztes Jahr von XXX nach XXX gezogen bin, wer ist dafür zuständig? Muss ich zu dem Finanzamt fahren, wo ich vorher wohnte oder können sie mir das auch ausstellen?“
Finanzbeamtin: „Ich brauche mal ihre Steuernummer!“
Ich: 8| Für ne kurze Auskunft? Davon abgesehen weiss ich die nicht, weil ich an der Arbeit bin und meine Papiere liegen zu Hause.“
Sie: „Ohne ihre Steuernummer kann ich ihnen dann auch keine Auskunft geben!“
Ich: 🙄

Was sitzen da für Vollpfosten? >:-[

8 Gedanken zu „Deutsche Bürokratie…..

  1. Auch nur Menschen, die sich z.T. leider eingerichtet haben in einer Welt aus Vorschriften, unflexibel geworden sind, weil es für jeden Verfahrensschritt mindestens 2000 Vorschriften gibt. Die deshalb extreme Schwierigkeiten haben, aus dem geregelten Rahmen fallende Sachverhalte zu managen. Es gibt aber durchaus auch die, die sich bemühen. Die müssen sich nur arg Mühe geben, sich einer Sozialisierung in die Bürokratie hartnäckig zu entziehen und ganz selten haben sie auch noch ein so offenes Umfeld, dass es sogar gewünscht ist, dass sie so sind.
    Ja, ich arbeite auch im öffentlichen Dienst 😉

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    • Oh, das waren mal 2 Negativbeispiele, ich kenne es durchaus auch anders, wo ich dann angenehm überrascht bin, wie kompetent und schnell gearbeitet wird.
      War dann oft beeindruckt, wie unbürokratisch es gehen kann.
      Wenn es nicht manchmal so nervig wäre, da man selber davon betroffen ist, könnte man über viele solcher Situationen sogar schmunzeln. 😉

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      • Flexiblere Beamte in der Situation wie du es warst sind sogar noch viel ungeduldiger, haben noch weniger Verständnis und ärgern sich noch mehr, weil die dann ja sogar das System von innen heraus kennen und es ja selbst auch anders leben.;-)

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  2. Auf Ämtern sitzen nur faule und nichtsnützige Idioten. Da kann ich dir ein Lied von singen.

    Was den Bafög-Antrag angeht: die fragen immer nochmal nach, wenn man „unbekannt“ im Adressfeld angibt. Vermutlich hast du einen weißen Zettel bekommen, den du dazu ausfüllen musst?

    Schreibt da ganz einfach erneut „unbekannt“ und erklärt der Tante, dass ihr keinen Steuerbescheid besorgen könnt, wenn ihr nicht wisst, wo der Mann lebt. Man kann auf die Schnelle auch einen Antrag ohne Berücksichtigung der Elternverhältnisse stellen…

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    • Ich bin da immer sehr resolut und komme schon weiter.
      Sowas ärgert mich nur, wenn ich mich mit offensichtlichen Dusseln rumärgern muss.
      Gilt eigentlich für jeden Bereich, nicht nur für den öffentlichen Dienst und Beamte. 😉

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  3. Oh je … Ämter und Beamte … da kann ich als Ausländerin ein Lied von singen … Das wäre ein gutes Thema für ein Buch „Mensch-Beamte, Beamte-Mensch“ 😉

    Und am aller besten, sind die Briefe, die man von denen bekommt – ob Versicherung, Krankenkasse, Finanzamt o.ä. … ich verstehe nie ein Wort, was die von mir wollen oder mir mitteilen möchten…

    Viel Glück dann.

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    • Das Buch ist eine gute Idee…und würde bestimmt reissenden Absatz finden. :yes:
      Was ich selbst als Deutsche schwer verstehe, sind Finanzamtsachen und Heizkostenjahresabrechnungen. 🙄
      Da wurschtel ich mich durch….;)

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