Von kalter Pizza am Fuß und Dellen an den Schenkeln!

Teil 2 von Sophie Andreskys Kolumne: Der perfekte One Night Stand!
Teil 1 kann man hier: KLICK nachlesen.

Nach dem Kennenlernen heisst es klug zu taktieren.
Wir Frauen haben Ohren wie Luchse, wir hören sehr gut und wir hören sehr genau hin. Leider hören wir aber manchmal mehr, als wirklich gesagt wurde.
Irgendwo im Plapperwald knackt ein Ast, und wir denken direkt an ein Erdbeben. Um also späteres Stalking, Tränenströme und Hasstiraden zu vermeiden, gibt es beim letzten Gespräch vor dem Ficken nur eins: Deutlich sein.
Es muss ganz klar werden, dass es um Sex geht und nur um Sex.
Frauen können durchaus zwischen Lust und Liebe trennen, nur wissen sie manchmal nicht so ganz, wann das angebracht ist.
Zu vermeiden sind also alle romantischen Formulierungen wie z.B. „Seelenverwandtschaft“ oder „Verliebtsein“. Statt „Da ist was Besonderes zwischen uns“ empfiehlt sich also „Das wird richtig geil heute Nacht“.
Mir gefällt es auch immer gut, wenn der entsprechende Kandidat meinen Körper mehr lobt als meinen Charakter, den er ja noch gar nicht kennen kann. Schließlich haben wir uns ja auch nicht zur Psychoanalyse zusammengefunden, sondern zum Ficken (es sei denn, man jagt in der Therapiegruppe, da kann man gleich beides in einem Aufwasch erledigen). Wenn mir jemand erzählt, dass meine Haut schimmert oder dass sich meine Brustwarzen durch das Oberteil abzeichnen und dass ihn das scharf macht, dann schätze ich das sehr.
Dass ich ein nettes Mädchen bin, kann mir auch meine Mutter erzählen, dafür muss ich keinen Mann abschleppen.

Zu mir oder zu dir? Bei der Frage, zu wem man anschließend geht, ist meine Wohnung wahrscheinlich die bessere Wahl.
Denn meistens habe ich etwas zu trinken im Kühlschrank, irgendwo finden sich Kondome und geputzt ist auch.
Bei Jungs mag das anders sein, aber Mädels werden definitiv nicht heiß, wenn sie in einen Karton mit zwei Wochen alter Pizza treten oder im Bad der Glücksunterhose oder den Tageszeitungen der letzten drei Jahre begegnen.

Ich bin in meiner eigenen Wohnung auch immer entspannter, denn falls man sich doch den irren Axtmörder geangelt hat, so hat der zumindest nicht seine ganzen Utensilien dabei und mauert mich anschließend in seinem Keller ein. Außerdem weiß ich, dass nebenan mein hünenartiger Nachbar wohnt, der schon grün wird und klingelt, wenn ich nur mal laut lache nach Mitternacht. Sollte mich also jemand meucheln wollen, tritt der Hulk sich garantiert umgehend durch die Wohnzimmerwand.

Ab und an hilft es, sich auch einmal auf die Lippen zu beißen, egal wie sehr ein Kommentar auch heraus möchte!
Es wäre also endlich so weit: Die Klamotten fallen, die Säfte fließen. Und ich denke an Dieter Nuhr. Nicht, weil ich zufällig eine Schwäche für gut aussehende, lustige Männer mit Grips habe, sondern wegen seines legendären Ausspruchs „Einfach mal Fresse halten.“

Kritik am Körper des anderen, und zwar jede Art von Kritik, ist im Bett absolut tabu. Schon Männer in einer Beziehung tun sich keinen Gefallen mit Kommentaren über die graubrotartige Konsistenz des Hintern ihrer Freundin.
Aber bei einem One-Night-Stand ist das ein absolutes No-go.
Die Abgeschleppte hat Dellen am Oberschenkel, sähe mit zwei Pfund weniger noch besser aus oder könnte es mal mit einem Push-up versuchen? Klappe halten! Und auch Frauen, die ja oft eine Zunge wie ein japanisches Sashimi-Messer haben, könnten sich hier mal zurückhalten.

Mal angenommen, der Auserwählte zeigt beim Entblättern eine schafswollartige Behaarung, die von den Oberschenkeln übers Gemächt wuchert, sich dann bis in den Bauchnabel erstreckt, um weitflächig über die Brust, den Hals und die Wangen bis in die Ohren zu wandern.
Oder bei seinem untrainierten Hintern präsentiert sich unter der Pofalte noch eine Rentnerritze, er hat mehr Titten als ich oder sein Schwanz sieht aus wie die unzerstörbare gallertartige Masse aus dem neuen Zeichentrickfilm „Monsters vs Aliens“.
Finde ich das geil? Nein. Aber sagt man das dann? Niemals!

Irgendwann fallen dann auch die Hüllen…..
Wenn man friedlich und geil die Körperteile ineinanderstöpseln und ohne Gekeife, Gewimmer oder fiesem Nachgeschmack aus der Nacht raus möchte, ist man exorbitant höflich und lügt, wenn man das gut kann.
Andernfalls macht man eben das Licht aus.
Wer auf Nummer sicher gehen will und wie ich eine Nackthaut-Fetischistin ist, also auf enthaarte Männer steht, dem empfehle ich die Variante des Früh-Fummelns: einfach mal beim Knutschen an der Bar unters Hemd grabbeln.
Da weiß man, was man hat, und beschwert hat sich über den unverhofften Körperkontakt auch noch nie einer.

Nachdem die Hardware also ausgepackt, begutachtet und ausgiebig gelobpreist wäre, kommen wir jetzt zur Software: Sex zu zweit sollte auch beiden Spaß machen. Wenn er nicht weiß oder intuitiv ahnt, was ich will, soll er mich fragen.
Klar ist das nicht einfach, aber Sex ist ein Spiel für Erwachsene, und ein One Night Stand wiederum ist Sex für Fortgeschrittene.

Wie man da fortschreitet: Dazu mehr im dritten Teil.

Quelle: www……

9 Gedanken zu „Von kalter Pizza am Fuß und Dellen an den Schenkeln!

  1. Grins…

    Also die Bücher der Dame werd ich mir ganz bestimmt mal genauer ansehen.

    Wobei sie auch gruselige Bilder in den Kopf setzt *schüttel.
    Schafwollartige Behaarung und Körbchengröße 75C GEHT JA GAR NICHT!
    Boah da bekomm ich beim lesen Ekelpickel!!!!!!!!
    Und da könnte ich weder mit Klappe halten noch mit Lichtausmachen gegen ankämpfen.
    Nur mit rauskomplimentieren!

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