Heute vor genau 20 Jahren…..

….. am 26.8.1993 habe ich mit Sack und Pack, Kind und Kegel meine Heimatstadt verlassen und habe bei null wieder neu angefangen.
Warum, kann man hier nachlesen, wen es interessiert. KLICK!
Wenn ich an damals zurückdenke, war es eine furchtbar harte (Anfangs)Zeit. Alles hatte ich zurückgelassen, meine Family, meine Freundin(nen), meine Bekannten und Verwandten.
Ich habe diesen Schritt ins Ungewisse nie bereut. Es war die richtige Entscheidung gewesen, um wieder in Ruhe und Frieden leben zu können. Und heute….20 Jahre später denke ich zwar ab und an wehmütig an damals, aber trotzdem bin ich sehr dankbar.
Ich hätte viele Menschen niemals kennengelernt, die mir sehr wichtig sind und euch alle auch nicht. 😉
Und ich hätte nie so viel über mich erfahren, zu was ich fähig bin, wie tief ich fühlen kann, wie stark ich bin und was man alles schaffen kann, wenn man muss.
Hier ist jetzt mein neues Zuhause.
Mein Leben ist nicht besser oder schlechter geworden, nur….anders.
Aber nicht weniger gut.
Ich bin zufrieden….mit mir und meinem Leben.

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6 Stunden….

…..habe ich gestern mit meinem 22 jährigem Sohn geredet.
Er hat mich irgendwas gefragt, ich weiss gar nicht mehr genau was, und ich wusste, JETZT beantworte ich ALLE seine Fragen.
Hätte ich immer getan, wenn er mich im Lauf der Jahre mal was gefragt hätte. Tat er nie.
Er wusste nur von seinen Brüdern, dass wir, vor mittlerweile knapp 19 1/2 Jahren, wegen seinem Vater damals aus meiner Heimatstadt fortzogen.
Wie dazu kam, kann man HIER! nachlesen…..und ich schreibe das öffentlich, wenn ich andere Frauen damit ermutigen kann, sich ein neues Leben aufzubauen. Man kann alles schaffen, wenn man nur will.
Unbewusst war ich vielleicht froh, das er in der Folgezeit komischerweise NIE nach seinem Vater fragte, obwohl er ein absolutes Papakind war. Er war aber auch erst 2 3/4 Jahre alt.
Wir redeten und redeten.
Es war teils sehr emotional, dass ich heulen musste, andererseits sehr befreiend und ehrlich.
Auch die Bilder meiner damaligen zerstörten Wohnung wollte er sehen, die ich immer unter Verschluss hielt.
Es war ein gutes Gespräch, was uns noch näher gebracht hat.
Meine Söhne und ich…..wir haben uns immer gut verstanden und stehen uns immer noch sehr nahe.
Das Leben hat uns sehr zusammengeschweisst, dafür bin ich dankbar.

Den 15.9. werde ich….

….von nun an als meinen 2. Geburtstag im Jahr feiern.
Diesmal war es mehr als knapp, aber ich lebe.
Dank meines Sohnes, tollen (Not)Ärzten und meiner, Gott sei Dank ansonsten, guten Konstitution und starken Herzens.
Ich bin seit 6 Tagen Nichtraucher und es fällt mir nicht mal schwer.

Meine Zeit war noch nicht gekommen.
Bin wieder da.
😉

Ziemlich genau vor einem Jahr……

…..habe ich ein paar Dinge in meinem Leben geändert.
Es war schwer und noch heute denke ich oft an diese Zeit im letzten November zurück.
So schwer, wie es auch war, ich habe viel gelernt.
Über mich, meine wirklichen Freunde, einen Teil meiner Familie, zwei Menschen aus´m Blogland und meine Menschenkenntnis, die mich niemals im Stich gelassen hat.
Jede(r) hat mich beeindruckt oder spendete Trost oder machte mir Mut, gab Ratschläge, bot Hilfe an, jede(r) zeigte Verständnis und fing mich auf und trocknete meine Tränen….ich weiss das sehr zu schätzen.
Es sind nun 12 Monate vergangen. 12 Monate, die ich niemals vergessen werde.
Ich bin hart geworden, sehe vieles mit anderen Augen und die Zeit wird mich prägen. Angst ist seitdem tagtäglich mein ständiger Begleiter.
Trotzdem habe ich meine damaligen Entscheidungen nie bereut.

Und heute, nach einem Jahr:
….habe ich meine Schubladen aufgeräumt.
In einigen fand ich Dinge, die ich schon fast vergessen hatte.
Viele Verletzungen, einige Schwächen, schlechte Zeiten, Mutlosigkeit, Vertrauensbrüche, Einsamkeit, Tränen, Angst, Hoffnungslosigkeit und noch so einiges mehr.
Erst wollte ich all den Kram entsorgen. Aber dann beschloss ich, ihn aufzuheben.
In schweren Zeiten, werde ich all diese Dinge hervorholen und mich daran erinnern, dass ich nie an ihnen zerbrochen, sondern nur stärker dadurch geworden bin!

Heute vor 18 Jahren…..

…..änderte sich mein Leben schlagartig.
Niemals werde ich diesen Tag vergessen.
Ich ließ alles hinter mir….meine Familie, meine Verwandtschaft, Bekannte, meine Freunde, meine beste Freundin und zog 300km weit weg.
In eine ungewisse Zukunft….nur mit meinen Kids, ein paar Klamotten, Spielzeug und ein bissel Hausrat.
Der Abschied meiner Lieben fiel mir so unglaublich schwer, wir heulten alle Rotz und Wasser.
Ich wusste aber, das es das einzig Richtige war.
Ich war ein nervliches Wrack, beim Telefonklingeln zuckte ich zusammen und beim Türklingeln geriet ich in Panik.
Ich hatte Angst, fürchterliche Angst. DAS bestimmte mein Leben.

Wie es dazu kam:
Über 4 Jahre war ich mit meinem damaligen Lebensgefährten zusammen, wir hatten einen Sohn zusammen und verstanden uns gut….dachte ich.
Bis er eines Tages (kurz vor Pfingsten 1993) mal nach Hause kam und ich instinktiv wusste, das er mich betrogen hatte.
Ich fragte und er gab es widerwillig zu.
Ich liess ihn stehen und ging einfach ins Bett.
Enttäuscht und verletzt.
Am anderen Tag sagte ich zu ihm, das ich unsere Beziehung beende und er sich eine Wohnung suchen soll (ich war alleinige Mieterin, er zog damals zu mir).
Von dem Tag an war nix mehr so, wie es mal war.
Wir haben uns diese 4 Jahre so gut wie nie gestritten, er hat mich nie angeschrien (da kriege ich Panik, das wusste er) und er wurde niemals handgreiflich.
Das wurde jetzt alles anders.
Er veränderte sich, von einem Tag auf den anderen.
Es lag eine furchtbare, angespannte Stimmung in der Luft. Fast greifbar.
Immer dachte ich, er explodiert.
Er drohte oft und wurde auch handgreiflich.
Ein paar Tage später flüchtete ich mit den Kids in ein Frauenhaus.
Er tobte….und drohte mir, meine komplette Wohnung zu zertrümmern, wenn ich nicht zurück käme.
Ich verstand ihn nicht….er hatte ein Verhältnis mit der Frau seines besten Freundes. Sein bester Freund zog aus der gemeinsamen Wohnung aus und er zog bei ihr ein.
MIR liess er trotzdem keine Ruhe.
Ich saß wie auf einem Pulverfass (er hatte noch die Schlüssel zu meiner Wohnung, meine Freundin war nicht immer zu Hause, um auf meine Wohnung aufzupassen) und rief meinen Anwalt an, der an diesem Morgen nicht erreichbar war.
Ich beantragte also selber eine Einstweilige Verfügung und bekam sie….NICHT, mit der Begründung: Könnte ja jeder kommen.
Ich konnte mich nur mühsam beherrschen.
Es war aber mittlerweile früher Nachmittag und ich wusste, das mein Anwalt jetzt erreichbar sein würde.
Ein Anruf von ihm genügte und ich hatte die Einstweilige Verfügung.
Es war aber zu spät.
Der Anruf meiner Freundin erreichte mich, als ich wieder zurück im Frauenhaus war.
Er hatte es getan, wie er es angedroht hatte.
Sie stand fassungslos in meiner Wohnung und erzählte es mir schluchzend.
Ich solle sofort herkommen, sie hätte die Polizei schon angerufen.
Wir trafen zeitgleich ein.
Als ich meine Wohnung betrat, brach ich in Tränen aus.
ALLES….wirklich ALLES war kaputt. Zertrümmert. Oder mit Farbe eingesprüht oder zerschnitten.
Selbst die Polizisten standen fassungslos in meiner Wohnung und sagten zu mir: Sowas hätten sie in ihrer langjährigen Amtszeit noch nicht gesehen. Wenn ich irgendwo einen Fotapparat hätte, sollte ich Fotos machen. Die würden mir nochmal helfen. Das tat ich….und erstattete Anzeige gegen ihn.
Ich besaß also NICHTS mehr, ausser meinen Klamotten, vereinzeltes Spielzeug und etwas Hausrat.
Mein Onkel bestellte einen Container, für die zertrümmerten Möbel und alles andere und renovierte dann meine komplette Wohnung.
Nach knapp 6 Wochen Frauenhaus zog ich wieder in meine Wohnung und fing das 2. Mal in meinem Leben bei Null an.
Die Polizei versicherte mir, dass sofort reagiert wird, wenn ich (oder meine Freundin) anrufen würden. Sie notierten sich unsere Namen und ich war etwas beruhigter.
Er terrorisierte mich weiter zu jeder Tages.- und Nachtzeit mit Anrufen und nächtlichem Türklingeln.
Die Sozialarbeiterinnen im Frauenhaus fanden es nicht richtig von mir, das er seinen Sohn sehen (und mitnehmen) konnte, wann immer er wollte.
Ich dachte aber, das besänftigt ihn und er findet sich mit der Situation ab.
Ein paar Wochen später eskalierte die Situation wieder.
Zum Glück wusste meine Freundin immer, wann er mir unseren Sohn zurückbrachte und war jedesmal rechtzeitig zur Stelle, um Schlimmeres zu verhindern.
Das Kind heulte und ich war wie gelähmt vor Angst.
Meine Freundin hatte KEINE Angst vor ihm und ging, wie immer, dazwischen, wenn er gegen mich handgreiflich wurde.
Bevor er über die Regenrinne meines Balkons (2. Stock!!) flüchtete, zerschlug er noch den Glastisch im Wohnzimmer und den Fernseher.
Innerhalb von 5 Minuten war die alarmierte Polizei da.
Ein Streifenwagen und ein Mannschaftswagen.
Er verstiess gegen die Einstweilige Verfügung und innerhalb von einer halben Stunde wurde er gefasst und festgenommen.
Wieder Anzeige erstattet und 24 Stunden später (länger konnte man ihn nicht in Gewahrsam behalten, weil er einen festen Wohnsitz hatte) bin ich mit den Kids wieder ins Frauenhaus geflüchtet. Ich fühlte mich in meiner eigenen Wohnung nicht mehr sicher.
Ich schlief nicht mehr und meine Nerven lagen blank und ich traute mich nur noch in Begleitung meines Onkels auf die Strasse.
Das war kein Leben mehr.
Innerhalb von einer Woche hatte ich mit Hilfe der Sozialarbeiterinnen ein anderes Frauenhaus in der Nähe von Bremen gefunden, was mich mit den 3 Jungs aufnahm.
Nur meine Eltern und meine beste Freundin wussten, das ich wegzog. Wohin….habe ich aus Sicherheitsgründen verschwiegen.
Zwei Mitarbeiter unseres Frauenhauses fuhren mich, nach dem Abschied meiner Lieben, mit meinen paar Habseligkeiten, in einem Kleinbus in das andere Frauenhaus.
Ab dann gingen die Laufereien los….Abmelden, Ummelden, Sozialhilfe beantragt und ne Auskunftssperre gefordert, die ich begründen musste, was innerhalb von 3 Tagen, aufgrund der Fotos meiner zerstörten Wohnung, sofort genehmigt wurde.
Ich bin immer stark gewesen und ein Stehaufmännchen.
Das kam mir jetzt wieder zugute.
Ich setzte mir ein Ziel…..Weihnachten werde ich mit meinen Kids in einer neuen Wohnung verbringen, NICHT im Frauenhaus.
Ich suchte, telefonierte und besichtigte…..und hatte unglaubliches Glück.
Ein Hausbesitzer (mein späterer Vermieter) fragte mich, warum ich diese Wohnung wolle. Er wusste, das ich aus Hessen kam (was an meiner Aussprache nicht zu überhören war) und ich erzählte ihm nach kurzem Zögern ehrlich, das ich mit meinen 3 Söhnen (2 hatte ich nur dabei) in einem Frauenhaus wohne.
Er musterte mich, schwieg kurz und sagte dann: Okay, wenn sie wollen, gebe ich ihnen heute schon die Schlüssel mit und zum 1.11. können sie einziehen. Wissen sie, ich habe selber 2 Söhne und 1 Tochter….und ich habe ein gutes Gefühl mit ihnen…..und lächelte mich an.
Innerhalb einer Stunde war ich die neue Mieterin einer 73 qm grossen 3 Zimmer/Parterrewohnung, mit 200 qm Garten in einem 2 Familienhaus.
Ich war sprachlos und freute mich riesig.
10 Tage später zogen wir ein und fühlten uns sofort sauwohl.
Im Laufe der folgenden Jahre lernte ich auch die Familie meines Vermieters kennen, seine Frau, seine beiden Söhne, die immer mit meinen spielten und seine Tochter Charlotte, die sogar oft bei uns übernachtete.
Selbst, als er Jahre später das Haus verkaufte, liess er uns (meiner Nachbarin und mir) solange Zeit, bis wir was anderes gefunden hatten.

Die erste Zeit war hart, auch für die Kids…aber nach ein paar Monaten hatten sie auch Freunde gefunden, ich war im Elternbeirat in Schule und Kindergarten und habe wieder stundenweise gearbeitet.

13 Monate später (September ´94) war die Verhandlung gegen meinen EX, wegen Körperverletzung und Vandalsismus.
Das hiess, ich musste zurück. Mir war mulmig.
Mein Onkel (1,95 gross, Marke Schrank) begleitete mich, als Schutz, zur Verhandlung. Mit ihm hatte ich keine Angst, obwohl ich wusste, das er wieder drohen würde, weil ich seinen Sohn mitgenommen hatte.
Es war so, wie ich es vorausahnte…und ich bin meinem Onkel heute noch sehr dankbar dafür, das er immer für meinen Schutz sorgte, wenn ich ihn brauchte.
Mein Ex bekam 5 Monate auf 3 Jahre Bewährung…..mit der Begründung, das seine Freundin mittlerweile im 6. Monat schwanger sei und der Richter dem jungen Paar nicht die Zukunft verbauen will.

Übrigens…..weigerte sich meine Versicherung, mir meinen Schaden von 60.000 DM zu bezahlen. So hoch war ich in meiner damaligen 60 qm Wohnung versichert, auch gegen Vandalismus.
Zitat: Die Einstweilige Verfügung bekam ich ca. 4 Stunden zu spät….und er war noch im Besitz meiner Wohnungsschlüssel. Zitat Ende

Endlich…..

…..steht er.
Mein neuer, weißer PC Tisch! :p
Der buchefarbende, den ich vorher hatte, passte nicht mehr zu meinen anderen Möbeln.
Jetzt fehlt mir nur noch ein neuer Stuhl…und mein Regal muss ich noch an die Wand kriegen, aber ich habe keine Bohrmaschine hier. Sonst würde es schon längst hängen.

Und extra für Teufelsengel noch ein Bild. B)

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Als ich anfing…..

….wusste ich nicht, das es sich mal so entwickelt, das ich nun selber hier schreibe. Seit über einem Jahr!

Ich bekam von einem Bekannten einen Link und las dann nächtelang, weil es mich interessierte, was jemand zu einem bestimmten Thema schrieb.
Wie oft habe herzhaft gelacht oder nur geschmunzelt, habe sogar geheult…und war oft fasziniert.
Und es hat mir sehr geholfen, mich mit mir auseinanderzusetzen.
Selber schreiben….auf diese Idee kam ich gar nicht.
Das kam erst Wochen später.
Ich habe nicht auf den perfekten Moment gewartet, ich habe einfach losgelegt.
Es sollte mein Druckausgleich werden, weil sich mein Leben von einem Tag auf den anderen drastisch verändert hatte.
Nicht besser oder schlechter….nein, nur anders.
Ich war umgezogen, war nach über 7 Jahren wieder Single und habe mein altes Leben zurückgelassen.
ER trat in mein Leben und stellte es innerhalb von Wochen so auf den Kopf, das ich ein Ventil brauchte, um meine (für mich) ungewohnten Emotionen zu verarbeiten und zu verstehen.
So etwas hatte ich bis dahin nicht erlebt.
Genau wie andere Dinge.
Man lernte hier Menschen kennen, die einem ans Herz gewachsen sind, selbst wenn man sie nicht real kennt.
Auch wenn oft viele Kilometer zwischen einem liegen, ist man sich näher, als ich das jemals für möglich gehalten hätte.
Mag sein, das es die Anonymität des Internets ist und man deswegen offener miteinander umgehen kann.
Vertrauen hat sich aufgebaut…..und irgendwann wird man diese Menschen bestimmt auch real kennenlernen.

Ich werde weiter hier (mal) meinen Frust ablassen, was Lustiges von mir geben, über meinen Alltag, meine Kids und Enkel und über die schönste Nebensache = Sex schreiben…..und immer bei euch lesen und kommentieren.

Ich gebe zu, es würde mir fehlen…und ihr mir auch! 😳

In diesem Sinne…..auf die nächsten 12 Monate.

:wave:

Leute können alles gebrauchen!

Letzte Woche war es die Luftpumpe, die an meinem Fahrrad gefehlt hat….
Und nun ist mein Fahrrad auch weg…..geklaut. Irgendwer hat mein Rad geklaut!  
Es war abgeschlossen….und war voller Rost nach dem Winter.
Wer bitte, klaut so´ne alte, verrostete Kiste? 
Ich könnte kotzen….ich brauch ein neues Fahrrad.

Wie kann ich in Kommentaren die Schriftgrösse verändern? In gross und klein
Irgendeine Tastenkombi?
Aaargh, ich will das können….

Kann mir einer auf die Sprünge helfen….ich bin doch blond. 

 

Gummibärchen Orakel!

Ist ja immer wieder interessant, was dabei so rauskommt!

http://www.gummibaerchen-orakel.ch/orakel/

Sie werden sich trennen!
Grün und weiss und ein wenig orange in der Mitte:
Das ist ist die Blüte des Schneeglöckchens. Eine empfindliche Blüte, aus Reinheit gewachsen, hauchzart und weich, aber widerstandsfähig.
Das sind Sie. Sie haben gelernt, Ihre Empfindsamkeit hinter frechen Bemerkungen zu verbergen.
Ihre Gefühle erschienen Ihnen selbst so herausfordernd, dass Sie lieber distanziert geblieben sind. Sie haben eine abgespeckte Form der Liebe akzeptiert.
Und gegen die Gefahren der Leidenschaft haben Sie ein System der Selbstkontrolle errichtet.
Das wird jetzt ausgehebelt. Dieses orange Bärchen des verwandelnden Ausbruchs kündigt an: Sie fliegen auf jemanden, der völlig anders tickt als Sie und der mit reichlich Temperament Ihre Bedenken beiseite fegt. Was Sie im Grunde immer schon wollten – einfach locker lassen und völlig befreit lieben – genau das geht auf einmal.
Vielleicht noch nicht heute abend.
Immerhin haben Sie ja noch Ihren leisen Widerstand und Ihre Empfindlichkeit. Nicht zu vergessen das Geflecht Ihrer Gewohnheiten. Aber Sie sind dabei, sich zu häuten.
Ja, Sie erneuern sich. Und Sie stellen Fragen. Zum Beispiel, ob Ihre Partnerschaft Ihnen noch entspricht.
Und ob Sie sich nicht anders entscheiden müssten, wenn Sie ganz ehrlich wären mit sich selbst. Sie sind gerade dabei, ganz ehrlich mit sich selbst zu werden. Ihr Schicksal in die eigenen Hand zu nehmen. Sie haben in letzter Zeit viel nachgedacht.
Sie sind Ihrem Partner dankbar für vieles. Doch Sie können nicht übersehen, dass es mit den Tugenden einer guten Beziehung – Gemeinschaftsgefühl, Vertrauen, Offenheit – nicht mehr so weit her ist. Sie können sich vorstellen, dass Ihr Partner sich ändert.
Aber Sie können sich auch vorstellen, dass Sie nicht mehr lange darauf warten wollen. Wie würden Sie sich entscheiden, wenn Sie keine Angst hätten? Was würden Sie sich in drei Jahren wünschen, heute getan zu haben? Kurze Bedenkpause. Eines ist bei dieser Bärchenkombination garantiert: Ihre Partnerschaft wird in drei Jahren ganz gewiss nicht mehr so sein wie heute. Sie wird vermutlich nicht mehr existieren.
Und wenn, dann wird sie entschieden anders aussehen. Dann muss sie anders aussehen, damit Sie sich darin wohl fühlen. Sie werden sich trennen – vermutlich von Ihrem Partner. Mindestens aber von der Art Beziehung, die Sie heute mit ihm oder ihr führen. Weil diese Schmalspur-Liebe Ihnen nicht mehr gemäss ist. Es hat eine Zeit gegeben, in der Sie nicht wagten, zu Ihren Wünschen zu stehen. In der Sie nicht einmal wagten, Zumutungen abzulehnen. In der Sie sich Konflikte nicht zutrauten. In jener Zeit war Ihre jetzige Partnerschaft angemessen. Und war gut für Ihre Entwicklung. In wenigen Jahren werden Sie Mühe haben, sich an diese Zeit zu erinnern. Heben Sie sich also ein paar Fotos auf. In ein paar Jahren werden Sie froh sein, dass es die jetzige Krise gegeben hat. Weil Sie dadurch frei und mutig und aufrichtig geworden sind. Genau wie Ihre Liebe.

Orakel vom Samstag, 17. April 2010, 11:00 Uhr

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Morgen…..

….bin ich gespannt, was der Tag mir bringt.
Habe extra Urlaub genommen.
Eine Hiobsbotschaft?
Ich hoffe nicht. *inbrünstigbet*
Könnte ich gar nicht gebrauchen.
Dann wüsste selbst ich das 1. Mal nicht mehr weiter…
Aber ich denke positiv, ´nen Kopp mache ich mir erst, wenn es wirklich hart konmmt…..
Ich bin eine absolute Optimistin und gestraft bin ich genug….
Warten bis morgen, mehr bleibt nicht.